17.08.–29.09.2019
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4 x 3: BAUHAUS

alte feuerwache ► projektraum
#ausstellung
Artefakt No. 5, 2018, Foto: Susanne Piotter

Artefakt No. 5, 2018, Foto: Susanne Piotter

Als Walter Gropius 1919 das Staatliche Bauhaus in Weimar eröffnete, lud er alle Talentierten „ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht“ein, sich zu bewerben.
Unerwartet viele Frauen bewarben sich um einen Studienplatz. Doch die Geschlechtervorstellungen der Bauhausmeister waren weit weniger modern als ihr Ruf
und so wurden die jungen Frauen den Werkstätten für Weberei und Kunstgewerbe zugewiesen. Malerei, Architektur oder Stadtplanung blieben rein männliche Domänen –
gegründet auf der Vorstellung, Frauen hätten weder räumliches Denkvermögen noch originäre Schöpferkraft.

In der Ausstellung 4 x 3: BAUHAUS zum Jubiläumsjahr des Bauhauses überdenken die vier Berliner Künstlerinnen Anna Borgman, Ines Doleschal, Susanne Piotter und Haleh Redjaian diese Zuordnungen kritisch. In ihren zum Teil für die Ausstellung geschaffenen Arbeiten beziehen sie sich auf die (noch immer) virulenten Rollenklischées im Kunstbetrieb und feiern in Beton und anderen Baumaterialien, auf Papier und Leinwand die endgültige Absage an die tradierten Vorurteile. Als Hommage an jene Bauhaus-Künstlerinnen, die auf einen anderen Weg gezwungen wurden, als sie gemäß ihrer Begabung anvisierten, rekurriert die Ausstellung auch auf Persönlichkeiten wie Otti Berger, Gunta Stölzl, Anni Albers und weitere, die bis heute im Schatten ihrer männlichen Bauhaus-Kollegen oder Meister-Ehemänner stehen.

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