26.09. – 03.10.2019
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der verrat der bilder. la trahison des images

Georg Kolbe Museum
#performance
Nico and the Navigators, Der Verrat der Bilder, 2019 © Oliver Proske

Nico and the Navigators, Der Verrat der Bilder, 2019 © Oliver Proske

Eine Brille dient normalerweise dazu, den Blick in die Ferne oder in die Nähe zustärken und verschwommene Ansichten zu schärfen. Was aber wäre, wenn sie Unsichtbares anschaulich machen und gewohnte Perspektiven hinterfragen könnte? Mit dem Projekt „La trahison des images – Der Verrat der Bilder“ erforscht die Berliner Performance-Gruppe Nico and the Navigators mit der Augmented-Reality-Technologie experimentelle ästhetische Möglichkeiten im visuellen Kontext historischer Erzählungen zum 100. Bauhausjubiläum. Schließlich feiert man dabei ja ein technik- und fortschrittsbegeistertes Labor der Moderne, in dem Avantgardisten wie László Moholy-Nagy oder Oskar Schlemmerin den 1920er-Jahren Fragen zum Verhältnis von Licht und Raum, von Figur und Klang stellten.

Wenn man durch die Brille sieht, blickt man anders auf die Dinge dahinter … etwa auf das einzig erhaltene Bildhaueratelier Berlins der 1920er-Jahre. Im Geiste des Bauhauses und seiner utopischen architektonischen Denkräume schuf sich der Künstler eine ideale Verbindung von Leben und Arbeiten, von Natur und Kunst,von urbaner Vernetzung und künstlerischer Einhausung, von energetischer Produktionsstätte und lichtvollem Schauraum. Die Brille öffnet ebenso Blickachsen auf die politischen Verwerfungen und die bitteren Gegensätze der Weimarer Republik, die sich mit Blick auf das Heute wie eine historische Überblendung lesen lassen. So entsteht ein experimentelles Projekt, das mit einem neuen Medium nah an der Tradition und unmittelbar an der Zukunftarbeitet.

Vier Aufführungen täglich vom 26. September bis 03. Oktober 2019, maximale Anzahl von Teilnehmenden begrenzt (25 Personen). Tickets zu 18, ermäßigt 14 Euro sind ab Januar 2019 an der Museumskasse erhältlich.

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